#groovywords – so geht’s

Liebe Sprachliebende,
ab sofort startet unsere Aktion #groovywords: fremdsprachige Lieblingswörter.

Wir freuen uns über ihr kostbares Wortschätzchen und sind natürlich wahnsinnig gespannt, was da so alles zusammenkommen wird. An unserem Stand auf der Frankfurter Buchmesse haben wir schon in real ganz viele Wortspenden gesammelt, die wir jetzt peu à peu bebildern und veröffentlichen werden. Am Ende wird es auch eine Preisverleihung geben. Aber jetzt ist erst mal Poesie und Kreativität gefragt. So geht’s:

  1. Lieblingswort (in einer Fremdsprache!) erinnern
  2. etwas darüber schreiben, je persönlicher, je schöner. Freies Assoziieren, olé!
  3. das Ganze mit dem Hashtag #groovywords versehen auf Facebook, Twitter oder hier im Blog posten (E-mail oder Postkarte geht auch 😉
  4. Abgabe von Vornamen und Beruf/Tätigkeit nicht vergessen
  5. abwarten was in der Wort-Bild-Werkstatt passiert und öfter mal auf den Blog oder auf unsere Facebook-Seite schauen
  6. freuen 🙂
  7. teilen 🙂

groovywords_aktion

Jippeeehhh, hier sind auch schon die ersten #groovywords aus der Grooves-Factory erschienen. Danke, Renate und Christa für eure freundlichen Wortspenden aus dem Bereich „Essen und Trinken“. Hartelijk dank + mille grazie!

stuzzicadenti_groovywords

smakelijk_groovywords

Und weiter geht’s mit Schwedisch (vielen Dank, Anke!), Spanisch (Danke, Holger) –  … und, und, und …

nyckelpiga_groovywords

ronroneo_groovywords

Quatsch_groovywords2

bumblebee_groovywords

Paradeiser_groovywords2

Die kleine Geschichte hinter diesem Wort „Eichhörnchen“ finde ich besonders berührend. Es erzählt zwischen den Zeilen von einer eindrücklichen Begegnung zweier Kulturen und Menschen. Das kennt bestimmt jeder, der einmal Gastkinder aus fernen Ländern bei sich aufgenommen hat oder selber ein Fleckchen Heimat weit weg von Zuhause bei einer Familie gefunden hat. Die anfänglichen Schwierigkeiten, Sprachlosigkeiten aber auch Offenheit und die Bereitschaft zu lernen, zu entdecken. Und zurück bleibt dann ganz viel Begegnungsreichtum auf beiden Seiten und manchmal auch ein „Wortschätzchen“, bei dem die Gastmutter feuchte Augen bekommt. Unweigerlich. – Gracias, Biggi und Alejandra 🙂

Eichhoernchen_groovywords

Und weiter geht’s mit einem pfälzischen Dialektwort, das so richtig swingt … gespendet von Jutta. Ein Hinweis auf eine weitere Sprache ist auch im Bild versteckt … na, wer erkennt’s?

Diddl_groovywords

Ein tolles Wort und einen Lieblingsausruf der Twitter-Community spendete uns Nessa. Dafür fand sich auch schnell ein passendes Bild aus dem Archiv. Im fabelhaften PS1 in New York (dem Avantgarde-Ableger des Museum of Modern Art) vergnügten sich hier unzählige Menschen in einem Meer aus 4,5 Tonnen Industrie-Wollresten in denen einige goldene Ketten versteckt waren. Eine Installation der asiatischen Künstlerin Surasi Kusolwong mit dem Titel „Golden Ghost“. Mit dem Kunstwerk will sie auf die versteckten Schätze im Überfluss aufmerksam machen – wir finden, dass passt doch hervorragend zu den #groovywords Wortschätzen, oder?

galore_groovywords

Es war einmal … Viele der eingereichten #groovywords erzählen Geschichten von früher. Erinnerungen an unvergeßliche Reisen, unbekannte Speisen und Erlebnisse mit freundlichen Menschen, die sich wie ein Film im Gedächtnis abgespeichert haben. Und mit dem Klang des Wortes beginnen die Bilder sich wieder zu bewegen …

Der kleine Junge, der sich in Erwartung eines neuen verheißungsvollen Ferientages aufmacht zum Dorfladen. Er ist stolz wie Oskar, denn er darf ganz alleine einkaufen gehen. Dass es dann jeden Tag rote Würste gibt, macht gar nichts! Es gibt ja auch noch das Angeln, das Steine flitschen und die anderen Kinder auf dem Campingplatz, mit denen sich herrliche Sachen machen lassen …

rode_polser_groovywords

Wer schmilzt bei diesem Wort nicht dahin? Ich glaube, es hat nicht nur für unsere Wortspenderin Juna eine besondere Bedeutung, sondern wird von vielen heißgeliebt ¡Gracias por el tesoro!

corazon_groovywords

Die nächste Wortperle kommt von sehr weit her, aus Japan rollte sie heran … Danke für dieses Schmuckstück, liebe Birgit. Was es mit dem Hasen im Mond auf sich hat? Darüber hat sie in ihrem Blogbeitrag geschrieben.

tsuki_no_usagi_groovywords

Unser Nachbarland Holland ist bei den #groovywords schon zum zweiten Mal dabei. Danke für dieses schöne und vielsagende Wortschätzchen, Nathalie!

niemendalletje_groovywords

Ich freue mich auch immer auf den Winter, wenn hier in Nordeuropa Ananas-Zeit ist. Wie praktisch, dass Corinna Dürr uns ihr thailändisches Lieblingswort gespendet hat, da kann man ja nach dem Fotografieren gleich zuschlagen … mmmhhh …

sapbarod_groovywords

Ganz besonders freue ich mich über dieses phänomenale #groovywords-Schätzchen von Annette Schwindt aka schwindt-pr die seit Jahren so großzügig ihr Facebook-Wissen mit der Community teilt und nun auch noch ganz viele Umlaute gespendet hat :))) Diese Wort ist der Hit! (finde ich) Danke Annette. Und hier noch das Beweisfoto von der Hochzeitsreise auf der sich Annette und ihr Mann offensichtlich damals mit köstlichem Suklaajäätelötötterö eingedeckt haben: http://www.nettesite.com/2013/10/groovywords/

suklaa_groovywords

Auf Eis folgt heiß!  Ein weiteres besonderes Wort auf Dänisch, gespendet von Gudrun Plett. Mange tak! Wir durften uns ja eines aussuchen und die Wahl fiel nicht leicht …

ildslukker_groovywords

Das erste polnische Wort in der Kollektion kommt von Damian Mrowiński, der auch die polnischen Grooves übersetzt hat. Hier in der Jungsvariante 😉 die für Mädels folgt …

cacko_groovywords

So, und hier der Hingucker für die Damenwelt 🙂 Mit dem nötigen Taschengeld ist das ja alles kein Problem … Ansonsten: Hingucken und Staunen ist ja auch sehr nett, oder?

cacko_W_groovywords

Kommt mit nach Israel! Lasst uns Aprikosen kaufen: „Shalom, shlosha mishmeshim.“ Vielen Dank, liebe Annette Feldmann für dein Wort, das bringt Sonne ins Herz! Und wir wünschen dir, dass die Reise nach Israel bald Wirklichkeit wird.

mishmesh_groovywords

Ein wunderschönes Fremdwort, das wirklich gut zur #groovywords-Aktion passt. Denn viele der eingereichten Worte wegen ja gerade wegen ihres besonderen Klanges geliebt. Danke an Ina Machold für Onomatopoesie !

Onomatopoesie_groovywords

Es geht doch nichts über ’ne schöne Tasse Kaffee. Für die Tasse nach dem Mittagessen gab es bei Anette Huesmanns Familie sogar einen eigen Namen. Nur mit der Geheimnistuerei hat’s nicht so richtig funktioniert, denn die Kinder waren clever. Eine schöne Geschichte und danke für deinen Wortbeitrag, Anette.

2uehrken_groovywords

Seitdem die #groovywords-Aktion gestartet ist, haben wir so fabelhafte Unterstützung erfahren: angefangen von Postsendungen mit kleinen Monstern und Fledermäusen über Angebote die eigenen Fotoarchive zu durchstöbern bis hin zu Backaktionen … wir sind ganz gerührt über die positive Resonanz und die Hilfsbereitschaft. Hier zum Beispiel der wunderbare Spekulatiuskeks, den eine kleine Bäckerin EXTRA für uns gebacken hat. Vielen, vielen Dank – und natürlich auch an die Wortspenderin Kirsten Hermes von Spendenhandel.

Backfisch_groovywords

Ein schönes brummiges Wort spendete der Autor Christoph Löhr von Löhrzeichen. Vielen Dank dafür!  He, Niederländisch ist bisher der absolute Renner bei den #groovywords – mal abgesehen von deutschen Dialektworten. Was will uns das bloß sagen?

bromfiets_groovywords

Wenn so ein Wort magische Kräfte hat, dann müssen auch die Bildzutaten aus der Feenküche kommen Monika Bergmann hat uns dieses aufmunternde Wortschätzchen gespendet und die Märchenschreiberin Ruth Frobeen von Edelfrosch simsalabimmte fix den passenden „Prince Charming“ herbei. Wenn das nicht groovy ist, will ich Rumpelstilzchen heißen! Also, falls ihr jemanden kennt, der dringend „opkikkertje“ braucht: einfach das Bild weiterleiten …

opkikkertje_groovywords

Wir freuen uns über ein weiteres italienisches Lieblingswort, genauer gesagt eine Redewendung. Vielen Dank an Ulrike Schmid von Kultur 2.0 für den blumigen Ausdruck, Wunderbar :))

puzza_naso_groovywords

Yakamoz ist ein türkisches Wort voller Poesie, das schon einmal zum schönsten Wort der Welt gekürt wurde und uns für die #groovywords-Aktion von Cem Başman geschenkt wurde. Smilla Dankert hat uns dazu das wunderbare Bild zur Verfügung gestellt, das aus ihrem fantastischen Blog anders-anziehen stammt. Danke an die beiden „Spender“ – zwei Menschen, deren feinsinnige Beiträge in Digitalien ich auf keinen Fall missen möchte!

yakamoz_groovywords

Die beste Art mit einem Missgeschick umzugehen. Das postulieren nicht nur die Monty Pythons mit ihrem herrlichen Song „Always look on the bright side of life“, sondern auch Wibke Ladwig, die mit ihrer Agentur „Sinn und Verstand“ ordentlich und sehr sympathisch Wirbel in der Social Media Welt macht. Danke für den kleinen Mutmacher 😀 Auch wenn wir dafür mal kurz mit dem Hammer zuschlagen mussten :))

malheur_groovywords

Manchmal bedarf es nur weniger Worte. Eine schmackhafte Wortspende von Corinna Wieja, für die, die im Moment schon genug Kekse genascht haben. Thank you!

egg_sunny_groovywords

Wieder ein herrliches Fundstück im Wortschatz. Im Englischen klingen ja selbst Dösbaddel vornehm 🙂 Danke an Antje Ritter von „das korrektiv“ für diese Entdeckung, bzw. Aufdeckung.

nincompoop_groovywords

Damit auch in Prag zur Not die Erstversorgung gewährleistet ist, spendierte uns Julia Dombrowski dieses halsbrecherische #groovyword. Und es ist wohl einer Zombie-Expertin würdig, hoffen wir … denn Julia betreibt den wohl groovigsten Zombieblog im Internet Zombies im Netz. Außerdem ist Sie Mitinitiatorin des Barcamp Siegen. Vielen Dank für die Spende, Julia :).

prvni_pomoc_groovywords

Dieses #groovyword, von Meike Winnemuth gespendet, ist für mich ein ganz besonderer Schatz. Weil mich ihr Buch und ihre Lesung neulich wieder wahnsinnig inspiriert haben, weil es so wunderbar zu Träumen und Plänen passt, die viele von uns jetzt zum Jahreswechsel umtreiben und weil es so großartig ist, dass manchmal im Leben einiges auf den Kopf gestellt wird. Vielen Dank, Meike!

serendipity_groovywords

Unser nächstes #groovyword erinnert daran, dass es nicht überall so schön gemütlich und warm ist (und war) wie jetzt hier um die Weihnachtszeit. Aber auch wenn das Treibstoff-organisieren bestimmt mühsam war, liest man aus deiner Beschreibung heraus, dass es bestimmt auch ein tolle Zeit war … damals in Uschhorod. Danke für’s Teilen deiner Erinnerung und für das ukrainische Wortschätzchen, Elke.

maniwzjamy_groovywords

Passend zur Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel hat uns die Autorin Britta Freith mit ihrem Lieblingswort bedacht. Das hätte nicht schöner sein können, Britta, vielen Dank und dir viele lecker Plätzchen und Stuten zum Naschen! Ganz tolle Rezepte gibt es übrigens auch in Britta Freiths wunderbarem Buch „Hinterm Stall die Blumen – Landfrauen und Ihre Gärten“ aus dem Ulmer Verlag. Ganz regional und sehr sympathisch 🙂 Für Gartenliebhaber ein Muss …

Leckersnuten_groovywords

Um höhere Mathematik geht’s beim nächsten #groovyword. Bezaubernd schön und typisch französisch. Merci an Gesa Füßle, die uns das Wort schickte. Auch bei Gesa lohnt es sich auf ihrem Blog zu stöbern, denn Gesa kennt nicht nur schöne Worte, sondern ist auch eine Schatzsucherin und Chronistin. Auf ihrem Blog kann man z. B. die spannende Geschichte von Leni nachverfolgen. Fast ein ganzes Leben in Briefen, gefunden auf dem Dachboden, dechiffriert und veröffentlicht. Nein, das ist kein Märchen!

calculatrice_groovywords

Manchmal vergisst man, wie schön das ist – wie gut, dass die Holländer dafür so ein tolles Wort haben „Sich mal wieder so richtig durchpusten lassen“ = „lekker uitwaaien“. Die Wortspenderin Kristine Honig hat das schon SEHR oft gemacht, denn sie ist als Tourismusberaterin im Social Media-Bereich und als Reisebloggerin unterwegs. Also: Köfferchen gepackt, ab an die Küste und das Wort gemerkt!

uitwaaien_groovywords

Ein Wort, das viel Anlass zum Nachdenken bietet: Freiheit. Und ein wunderbares Symbol dafür ist die Schwalbe. Auf griechisch: χελιδόνι/chelidóni. Menschen können Freiheit gestalten, aber es ist – so wie das Schwalben bauen – nicht so einfach. In diesem Jahr ist es erst 40 Jahre her, dass die Diktatur ein Ende hatte in Griechenland. Einige haben vielleicht dieses Lied mitgesungen …  Danke für das schöne Wort, Rolf Würth und dafür, dass du uns erinnerst, welche Bedeutung es haben kann. ευχαριστώ

chelidoni_groovywords

Diese Wort erzählt uns eine kleine Geschichte über den ersten aufregenden Auslandsaufenthalt, mit allem was dazu gehört. Und ich glaube dieser war ein sehr beglückender. Ich sehe das alte Steinhaus vor mir, um das der Wind weht, rieche den Bratenduft und freue mich mit dem jungen Mädchen, das sehr erleichtert ist, dass das französische persil nicht weiß sondern grün ist und essbar. Vielen Dank, Stephanie, für deine Geschichte 🙂

persil_groovywords_correct

Es gibt doch nichts Schöneres als die „Pillefüße“ der kleinen Rabauken z. B. nach dem Baden ordentlich zu herzen und zu knuddeln :)) Das findet auch Katrin alias soulsister, die uns dieses Lieblingswort per Blogbeitrag gespendet hat. Wir freuen uns!

Pillefuesse_groovywords

Mit einem kräftigen Fluch geht die #groovywords-Aktion zu Ende und mit ihrer Worteinreichung hat uns Karin Windt nochmal eine harte Nuss zu knacken gegeben. Gar nicht so einfach, dieses herrlich wienerische Schimpfwort zu bebildern, selbst die Google-Bildersuche gab nix her. Wir hoffen, es gefällt euch und sagen allen, die mitgemacht haben: DAAAANKE! Das hat unheimlich großen Spaß gemacht und ab Montag, den 03. Februar 2014 gehts mit einer tollen Verlosung weiter. Folgt uns dazu am besten auf Twitter oder Facebook. Hier im Blog wirds aber auch noch einen neuen Artikel dazu geben! Bitte nicht enttäuscht sein, wenn euer #groovyword diesmal nicht dabei war, es konnte einfach nicht alles umgesetzt werden – gerne basteln wir aber im Laufe des Jahres noch das eine oder andere Wortbild dazu und an der Verlosung nehmt ihr selbstverständlich sowieso teil!

Jetzt erst einmal ein schönes Wochenende und keep on grooving 🙂

Ihr und euer Brandecker Media Verlag

depperte_blunzn_groovywords

Teilnahmebedingungen: Bitte haben Sie Verständnis, wenn wir nicht alle eingereichten Vorschläge veröffentlichen können. Die Teilnehmer der #groovywords Aktion erklären sich damit einverstanden, dass wir ihre gespendeten Worte inkl. Beschreibung und (freiwilliger) Namensnennung für die Zwecke des Brandecker Media Verlages und seiner Produktreihe The Grooves verwenden und auch in den Sozialen Medien verbreiten dürfen. Dies beinhaltet auch ggf. Print-Berichterstattung durch andere Medien. Das Copyright für die gestaltete Wort-Bildkombination liegt beim Brandecker Media Verlag/The Grooves. Wir freuen uns über jegliche Weiterverbreitung im Netz, z.B. auf Ihren Facebook Accounts, in Ihren Blogs, etc. Für diese Art der nichtkommerziellen Weitergabe ist die Veröffentlichung kostenlos gestattet 🙂 Weitere Anfragen gerne unter: info@thegrooves.de

Kommentare 56

  • Mein Groovyword ist Backfisch. Die Zeit als ich ein Backfisch war ist lange her. Allerdings nicht so lange, dass man zu dieser Zeit zu einem jungen Mädchen in der Pubertät noch Backfisch gesagt hätte. So kam es auch, dass ich mehr als irritiert reagierte, als mir meine damals schon weit über siebzigjährige Oma einen goldenen Fisch schenkte, der in seinen Schuppengliedern beweglich war. Sie schenkte ihn mir zu meinem 15. Geburtstag. Mit den Worten „Ein Backfisch für meinen Backfisch“ Ich dachte an Fisch in Panade, Gestank oder den Hamburger Fischmarkt. Backfisch als Ausdruck für ein junges Mädchen im Übergang zur Frau war mir nicht geläufig. Und da ich mich nicht traute meine Omi zu fragen, was das zu bedeuten hätte, verstand ich erst viele Jahre später den Sinn. Meine Enkeltochter wird diesen Fisch an seiner goldenen Kette auch irgendwann geschenkt bekommen. Aber mit Geschichte und Bedeutung.
    Wie gewünscht jetzt noch zu mir:
    Mein Name ist Kirsten Hermes. Im Moment arbeite ich an meinem Projekt Spendenhandel. Im November wird der Onlineshop für Luxus mit Verantwortung online gehen. Gleichzeitig texte ich und bin Hausfrau und Mutter zweier Töchter.
    Im übrigen finde ich euere #groovywords Initiative schön. Ein Wort kann soviel sagen! Und manchmal hat ein Wort für verschiedene Menschen ganz viele verschiedene Bedeutungen. Schön darüber nachzudenken! Viel Spaß weiterhin dabei!

  • Liebe Kirsten, vielen Dank für deine tolle WortSPENDE 😉 und die schöne Geschichte dazu. Da ist wirklich ein wunderbares Familienerbstück entstanden … und den Begriff Backfisch kenne ich selbst noch aus meiner Kindheit, auch von der Oma 🙂 Mal stöbern, woher das Wort überhaupt kommt. Und dann mal schauen, was man damit anstellen kann …

  • Mein Groovyword ist „plaudern“. Mein Großvater benutzte es – sonst eigentlich niemand in meinem Umfeld. Erst als ich erwachsen war und mein erstes Baby hatte, sagte der Kinderarzt, es sei „immer schön mit Ihnen zu plaudern“. Mir ist sofort das Herz aufgegangen.
    Plaudern kann ich nur mit ganz besonderen Menschen. Alles andere ist quatschen oder klönen.

    Ich bin übrigens Cordula, von Beruf Heilpraktikerin für Psychotherapie, mit einer großen Leidenschaft fürs Stricken und Spinnen (damit meine ich Wolle!) (aber sonst auch ;-)).

    • Vielen Dank für dein Wort, Cordula. Auch eine tolle Familienerinnerung. Ist doch schön, wenn uns ein Wort immer an einen lieben Menschen erinnert 🙂

  • Während meines Studiums hab ich einige Semester Türkisch gelernt und immer noch ungeschlagen ist mein fremdsprachliches Lieblingswort (streng genommen ist es ein Ausdruck) șöyle böyle (das ș wird sch ausgesprochen). Es bedeutet so viel wie „solala“ oder „geht so“. Wenn man auf die Frage „Wie geht es Dir?“ mit „șöyle böyle“ antwortet, geht’s einem gleich automatisch besser, weil es sich einfach so lustig ausspricht.

    Tina, Redakteurin/Texterin

  • Hallo Tina, super: das erste türkische Wort in unserer Sammlung! Und es klingt echt groovy – man hört quasi schon türkische Trommeln und Flötentöne. 🙂

  • Also, zu meinem groovyword hat mich gestern die liebe @Spendenhandel auf twitter animiert. Das spanische Wort „corazon“. Warum das mein groovyword ist? Zunächst ist es ein eher hartes Wort: Dunkle Vokale, das harte „k“, das Zungen-R und das spanisch- gelispelte „ßß“: ko-rra-ßßonn! Dass dieses Wort für das „Herz“ steht, leuchtet vielleicht nicht unmittelbar ein. Dennoch gehört es seit einer Ewigkeit zu meinen Lieblingswörtern. Wo das deutsche und das englische „Herz“ lediglich über eine Silbe verfügen, hat es gleich drei: Eine für den Anfang, eine betonte, mit dem gerollten R eingeleitete Mitte, eine Silbe für den Nachhall. Man kann das wunderbar singen, irgendwie passt das Wort zum Bezeichneten.
    Im Studium musste ich mal eine Passage aus einem spanischen Roman übersetzen. In diesem steigt die Protagonistin aus einem überfüllten Zug und lässt sich, wunderbar bildhaft beschrieben, mit der Menge nach draußen treiben. Als die Menschen langsam einen Hügel hinuntergehen, erzählt sie „direkt über meinem hüpfenden Herzen lag – das Meer“. Die Kombination von „hüpfend“, „Herz“ und „Meer“ in diesem spanischen Text ist mir immer noch als zauberhaft in Erinnerung.
    Wer ich bin: Julia oder junaimnetz, Literaturwissenschaftlerin und Motherofthree. Schöne Sache, diese groovywords 🙂

    • Liebe Julia, danke für diese feine Liebeserklärung an das Wort „corazon“. Welche Welten doch in einem einzelnen Wort stecken können und ich finde es so schön, dass schon nach kurzer Zeit in dieser Aktion deutlich wird, wie emotional Sprache ist und wie individuell man sich die Worte zu eigen machen kann. Es ist ja fast unheimlich, aber eben, kurz bevor ich deinen Beitrag las, saß ich in einem Lokal hier in Düsseldorf, es wurde live Flamenco-Musik gespielt und gesungen. Von „corazon“ natürlich auch und ich dachte noch: was für ein zauberhaftes Wort! !Muchas gracias!

  • Liebe Eva,
    mein Sommer-#groovyword lautet: „Paradeiser“ (österreichisch für Tomaten). Wenn ich „Paradeiser“ höre, habe ich sofort große, rote, sonnenverwöhnte, duftende Paradiesäpfel vor Augen und mir läuft das Wasser im Mund zusammen.
    Mein Winter-groovyword heißt „hyggelig“ (dänisch/skandinavisch für gemütlich, geborgen, Trost spendend – http://de.wikipedia.org/wiki/Hyggelig). Wenn ich hyggelig höre, denke ich an ein großes, weiches Sofa mit vielen bunten Kissen und einer kuscheligen Decke, an Tee und einen dicken Schmöker – und die Welt kann draußen bleiben.
    Liebe Grüße den Rhein runter, Petra

    • Liebe Petra, liebe Eva,

      auch ich liebe das Wort „hyggelig“, es klingt so heimelig, kuschelig und gemütlich. Ein weiteres Wort aus unserer Zeit in Norwegen hat sich in unseren Familien-Sprachschatz eingeschlichen: „Rørlegger“. Viel schöner und klangvoller als unser profanes Wort „Klempner“. Da weiß man doch gleich, was der „Rohrleger“ den ganzen Tag so macht.

      Tolle Aktion, Eva!

      Liebe Grüße noch weiter den Rhein runter,
      Corinna

    • Liebe Corinna, ha, mal was Handfestes, was so richtig schön scheppert und klappert 😉 Du hast völlig recht, der Begriff Klempner erinnerte mich schon immer an „Finger einklemmen“ und eine Verbindung herzustellen fällt schwer. Den “Rørlegger” nehme ich gerne in meinen Sprachschatz auf. Danke! Und immer ne Handbreit Kupferrohr unterm Ausguß 🙂

    • Hallo @Redaktion,
      nennt mich Erbsenzählerin, aber ich kann hier nicht an mich halten… Der “Rørlegger” entspricht besser dem Sanitär- oder Gas-Wasser-Installateur*, der verlegt nämlich Rohre! Warum sich so weit verbreitet dafür der „Klempner“ eingebürgert hat, weiß ich nicht. Der Klempner ist nämlich derjenige, der im Rahmen von Dacharbeiten die Metallarbeiten (gerne Kupfer) ausführt, also Regenrinnen, Abdeckungen für Schornsteine, Lüftungen etc. anfertigt und montiert. Aber kein Dachdecker, der ist wiederum für Dachpfannen oder bei Flachdächern für PVC-Folien und Teerpappe zuständig. Kompliziert, ja. Bin im Büro in einer Handwerksfirma tätig und habe die Unterschiede im Laufe der Jahre heraus bekommen 🙂
      (*Der G-W-Installateur heißt heutzutage Anlagenmechaniker mit Fachbereich…)
      Liebe Grüße und noch mehr #groovywords!

    • Vielen Dank für deinen Hinweis Gudrun, stimmt: im Volksmund sagt man gerne fälschlicherweise Klempner, wenn Not am Mann ist, in Sachen Rohrbruch oder Spüle anschließen, etc. … Ich denke, wenn wir Rørlegger mit Installateur übersetzen, sind wir auf der sicheren Seite, nicht wahr? Wir werden das aber, bevor das Wort veröffentlicht wird, nochmal von einer Norwegisch-Expertin checken lassen. Sozusagen wasserdicht machen 🙂

  • […] Brandecker von The Grooves erzählte mir heute von der Aktion #groovywords und dass sie nach meinem 20 Dinge-Artikel dachte, das sei doch was für mich. Richtig! Da muss ich […]

  • Da fällt mir doch gerade noch etwas ein. Lustig finde ich den thailändischen Namen für Ananas, die dort übrigens unvergleichlich süß, saftig und aromatisch schmeckt: saparot (mit gerolltem „r“). Sapperlot, da läuft einem direkt das Wasser im Mund zusammen!

    Habe gerade mal recherchiert und gelesen, dass „sapperlot“ aus „sackerlot“ und das wiederum aus dem französischen „sacre nom“ für „geheiligter Name (Gottes)“ entstanden ist. Ist doch lustig, wie saftig sich so ein heiliges Wort entwickeln kann.

    Amüsierte Grüße von Corinna

  • Onomatopoesie.

    Nochmal: Onomatopoesie. Hört ihr das auch? Klingt das nicht wunderschön?

    Ich hab’s im Latein-Unterricht in der Schule kennen gelernt. Wie eigentlich alles, was ich über Stilmittel der Rhetorik gelernt habe. Und ehrlich gesagt habe ich auch im Latein-Unterricht die deutsche Grammatik gelernt. Verstehen gelernt. Und die Begriffe dazu.

    Ich hab das Wort schon damals geliebt. Und immer, wenn beim Übersetzen das Stilmittel der Lautmalerei – das bedeutet nämlich “Onomatopoesie” – auftauchte, zeigte mein Latein-LK-Leher breit grinsend auf mich… und ich durfte es sagen 🙂 So war das.

    Das Beste an dem Wort finde ich ja, dass es genau das selbst umsetzt, was es bedeutet. Versteht ihr, was ich meine? Das Wort selbst klingt so lautmalerisch, wie das, was es beschreibt.

    Genau das, was ich an Menschen auch mag: wenn sie das tun, was sie sagen 🙂

    Ich bin Ina Machold, Mediatorin, Coachess und Trainerin.

    Und ich hätt noch mehr wundervolle #groovywords: nohschnuggle (badisch) zum Beispiel, oder schdambes (pfälzisch), oder goose bumbs, oder … 🙂

    • Vielen dank Ina, für das prächtige Wort 🙂 Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen und ich glaube ein großer Teil der eingereichten #groovywords wird auch wegen seiner lautmalerischen Schönheit so gemocht. Sprache ist eben auch Musik! Deshalb gibt’s ja eigentlich auch The Grooves. Verrätst du uns noch die Bedeutung der beiden Dialektwörter? – Die goose bumbs sind kein Problem … gerade in den Zeiten von Halloween 🙂

  • Liebe Redaktion, gerne verrate ich die beiden Dialektwörter 🙂

    „Nohschnuggle“ kommt da her, wo ich auch herkomme, aus BaWü, und heißt so viel wie ankuscheln, sich irgendwo hinein- oder hinkuscheln. Ich liebe an dem Wort, dass es sich beim aussprechen genauso anfühlt wie beim Tun 🙂 Es muss natürlich möglichst langgezogen gesprochen werden, damit der Genuss ausgekostet werden kann!

    „Schdambes“ (pfälzisch) heißt wörtlich Gestampftes und wird für Kartoffelbrei (und ähnliches?) verwendet. Heißt dann „Grumbeerschdambes“ 🙂 Schdambes klingt einfach wie eine Liebeserklärung an sich selbst. Und schmeckt dann auch so!

  • […] gerade dieses Wort als besonders empfindet. Die verschiedenen Möglichkeiten der Teilnahme werden im entsprechenden Blogbeitrag beschrieben. Eva Brandecker, die Dame hinter »The Grooves«, sammelt alle Beiträge, verpasst […]

  • Mein groovyword lautet „La puzza sotto il naso“. Das ist ein italienischer Ausdruck und bedeutet frei übersetzt hochnäsig, arrogant, eingebildet. Ich mag ihn auch deshalb, weil es dazu eine entsprechnde Geste gibt. Außerdem klingt er doch sehr schön. Italiener reden ja sehr gestenreich. Wenn sie diesen Ausdruck gebrauchen, streichen sie gleichzeitig mit dem Zeigefinger unterhalb der Nase, um die Hochnäsigkeit zu unterstreichen.
    Wenn ich den Ausdruck gebrauche, komme ich nicht umhin, die Geste zu machen.
    Ach ja, puzza = Gestank, naso = Nase. Also „Gestank unter der Nase“.

    • Liebe Ulrike, vielen Dank für dein Wortschätzchen 🙂 Wer, als die Italiener, schaffte es wohl sonst, etwas übel riechendes so wohlklingend zu umschreiben? Und die Gesten dazu sind ja sowieso ganz große Oper 🙂

  • 1993 habe ich zwei Monate Ukrainisch in Uschhorod gelernt. Es waren knappe Zeiten für das Land, Mangelwirtschaft und Inflation. Wolodja, mein privater Lehrer quälte mich mit trockener Morphologie und exotischen Wörtern, darunter „манівцями“ (maniwzjamy), bedeutet etwa „auf gewundenen, geschlängelten Umwegen“. Als ich eines abends zu Besuch bei Bekannten gefragt wurde, wie ich denn meinen Golf Diesel betanken würde (es gab kaum Tankstellen und wenig Treibstoff und ich „organisierte“ kanisterweise in Kolchosen oder privat), antwortete ich: манівцями. Diese Anekdote wird noch 20 Jahre später von meinen Freunden erzählt.

    Elke, Webworker, Köln.

    • Wie schön, eine neue Sprache „Ukrainisch“, das war bestimmt eine Herausforderung. Und das Wort ist wirklich inhaltsschwanger :)Ich sehe den Golf quasi vor mir …. Danke, Elke!

  • Hallo liebe Eva, eines meiner Lieblingswörter ist der Ausdruck „nincompoop“, schön britisch ausgesprochen, ich finde es zum Piepen. Muss jedesmal lachen, wenn ich es höre oder lese, zum Beispiel bei einem meiner Lieblingsautoren (weil er ständig so schöne Worte benutzt: Julian Barnes). Es heißt sowas wie „Dösbaddel“ (ein anderes Lieblingswort ;)), was Trottel, Dussel, Dummbatz und Ähnliches bedeutet.
    Wer ich bin: Antje Ritter, Inhaberin von das korrektiv, Übersetzerin, Lektorin, Texterin und Gestalttherapeutin i.A.

    • DAS habe ich ja noch nie gehört! Und mit der richtigen, noblen Aussprache bestimmt ein Knaller 🙂 Danke für deinen Wortschatz, liebe Antje. Weißt du evtl. sogar woher dieses Wort sich ableitet? Das finde ich ja jetzt auch äußerst spannend … Julian Barnes habe ich kürzlich erst mit „Vom Ende einer Geschichte“ entdeckt und mochte das Buch sehr.

  • Guck mal, das schreibt owad.de dazu (die Briten scheinen das Wort also auch zu lieben :): http://owad.de/check.php4?wordid=2844&choice=1
    Zitat:
    „The British seem to think that nincompoop is a wonderful sounding word. A 2007 survey of around 2,000 members of the British public revealed that of the 16,500 entries in the Cambridge Dictionary, nincompoop is the favourite sounding word, followed by „love“, „mum“ and „discombobulated“.

    The origin of the word is a mystery however. In his Dictionary of the English Language published in 1755, Samuel Johnson suggests that nincompoop derives from the Latin „non compos“, a medical and legal term for a person considered not mentally competent. The Oxford English Dictionary asserted more than 100 years later that this theory fails to explain the origin of variations like nicompoop and nickumpoop. Etymologists are no different than other scientists when it comes to casting doubt on the ideas of others.

    Still others believe that nincompoop comes from the Dutch „nicht om poep“, a female relative of a fool (nicht = niece). Michael Quinlon, in his World Wide Words blog, says another theory has gained some recognition: „A more intriguing idea links it with the given name Nicodemus, especially the Pharisee of that name who questioned Christ so naively in the Gospel of St John. This word still exists in French as nicodème, a simpleton.““

    • Köstlich! Vielen Dank für den etymologischen Ausflug 🙂 Wahrscheinlich wird dann wohl die wahre Herkunft noch länger im Dunkeln bleiben until somebody comes up with another „intriguing idea“ :))

  • […] In einer Social Media Aktion sammelt #groovywords bis Heiligabend fremdsprachige Lieblingswörter. Wortspenden werden bei Facebook, Twitter oder im Blog angenommen. blog.thegrooves.de […]

  • Mein #groovyword ist: „depperte Blunzn“. Diesen österreichischen Kraftausdruck lernte ich während meines Studiums in Wien kennen. Blunzn heißt Blutwurst; mit deppert eignet es sich hervorragend zur Charakterisierung von Leuten, die einen geärgert haben. Vorne der peppige Doppel-Konsonant und hinten dran noch ein schöner dunkler Vokal – das hilft schneller als stummes Grummeln und macht die Stimmung wieder hell. Insofern: groovy.
    Karin, Social Media Marketing und SEO, Beraterin und Dozentin

    • Genehmigt! Auch schon wegen des stummen Grummelns. Und urschön, wie meine Wiener Praktikantin gesagt hätte 🙂 Danke für deinen Beitrag, Karin.

  • Mein #groovyword: „Twei-Ührken“. Der plattdeutsche Ausdruck würde hochdeutsch etwa „Zwei-Ührchen“ heißen. So haben meine Eltern die Tasse Kaffee direkt nach dem Mittagessen genannt in Abgrenzung zu „Kaffee und Kuchen“ im Laufe des Nachmittags. Ich fand den Ausdruck schon als Kind richtig niedlich.

    Ich bin in Schwaben aufgewachsen und habe auf der Straße schwäbisch gelernt. Meine Eltern wiederum kommen aus dem Norden Deutschlands und weil sie uns nicht durcheinander bringen wollten, wie sie das nannten, haben sie mit uns Kindern hochdeutsch gesprochen. Im Zweiergespräch haben sie jedoch ihre Muttersprache beibehalten – also plattdeutsch. Natürlich dachten sie eine Zeit lang, das Plattdeutsche sei eine wunderbare „Geheimsprache“ und wir Kinder könnten nicht verstehen, was sie miteinander reden. Hat natürlich nicht lange funktioniert 🙂 Ich und meine Geschwister verstanden das Platt bald sehr gut, obwohl wir selber nur schwäbisch und hochdeutsch gesprochen haben. Mein plattdeutscher Lieblingsausdruck ist bis heute „Twei-Ührken“.
    Anette Huesmann, Krimiautorin und Veranstalterin von Schreibworkshops

    • Oh, da tauchen direkt Sammeltassen vor meinem geistigen Auge auf und Erinnerungen an meine Oma, die auch Platt sprach …Herzlichen Dank für dein grooviges Wort, das so schön vermittelt, wie sich die beiden etwas Nettes gönnen nach dem Essen und es sich noch ein bißchen gemütlich machen.

  • Mein Lieblingswort ist „mishmesh“. Hebräisch für „Aprikose“. Klingt das nicht wunderbar? Ich kann nur zirka zehn Worte in dieser Sprache, aber es hört sich so toll an, dass ich sie irgendwann mal richtig lerne. Im Plural geht das übrigens so: „mishmeshim“.

    Das erste, was ich tun werde, sollte ich nach Israel reisen, ist auf den Wochenmarkt gehen und drei Aprikosen kaufen. Ich werde sagen: „Shalom, shlosha mishmeshim.“
    Ich freu mich schon drauf.

    Annette Feldmann, freie Journalistin.

  • Klingt unbedingt wunderbar! Und auf den Wochenmarkt in Israel würde ich sehr gerne mitkommen. Ich üb‘ dann schonmal …

  • Wunderbare Aktion, ich liebe besondere Worte in anderen Sprachen! Mit meinem niederländischen Mann können wir herzlich über das Spiel mit witzigen Worten in verschiedenen Sprachen lachen.
    Einer meiner Favoriten ist „opkikkertje“. Das niederländische Wort bedeutet „Aufmunterer“. Es setzt sich aus „op“ = auf und „kikkertje“ = Fröschlein, kleiner Frosch zusammen.
    Als ich mal länger im Krankenhaus lag bekam ich von unseren Nachbarn eine fröhliche Karte mit lauter hüpfenden, glitzernden, witzig illustrierten Fröschen geschickt. Mir ging es sofort besser, weil ich so lachen musste. Die Karte steht jetzt in meinem Bücherregal auf Augenhöhe, so dass ich mir immer ein opkikkertje holen kann, wenn die Seele mal auf halb sieben hängt.
    Was ich tue: Ich arbeite als freie Fotoredakteurin, Seminarleiterin und Autorin und lebe in den Niederlanden.

    • Klasse, ein #groovyword als Trostpflaster 🙂 das hatten wir auch noch nicht! Wird sofort in die Schatzkiste gepackt und gehortet. Mit der Umsetzung wird’s evtl. etwas dauern, denn es gibt schon viele Spenden auch über andere Kanäle wie Facebook, Twitter und E-mail. Danke für’s Mitmachen und die Geduld 🙂

  • Jetzt guck ich mal einen Moment stolz in die Gegend… danke, dass ich dabei sein durfte.

    Neugierig wie ich bin, möchte ich gerne wissen, ob – besonders wegen der hübschen Umsetzung – ein Druckwerk geplant ist? Ein Bilderbüchlein oder Postkarten (??) oder etwas in der Art böte sich da doch an. Anderenfalls müsste ich mir die #groovywords ausdrucken… 🙂

    • Ja, Postkarten, ein Kalender oder ein E-Book, oder … das wäre schön – da wird auch schon fleißig nachgedacht. Über Anregungen dazu freue ich mich immer!

  • „Dippedotz“ – das ist ein Kartoffelkuchen aus dem Rheinland, im Eisentopf („Dippe“) im Ofen gebacken. Sehr lecker. Und es gehört unbedingt eine Mettwurst hinein. Mein Mann kann den besonders gut.

    • Das muss doch direkt mal nachgekocht werden! Danke für die Anregung und das Wortschätzchen 😉 Ich finde die Dialektworte für traditionelle Gerichte sind immer besonders lautmalerisch und appetitanregend.

  • Dann möchte ich auch noch ein niederländisches Wort zu der reichhaltigen Sammlung beitragen. Lieveheersbeestje = Marienkäfer (wörtlich übersetzt wäre es ein LieberHerrTierchen) 😉
    Welches Wort ich im Niederländischen auch sehr mag, das es im Deutschen eigentlich nicht gibt ist „meevallen“. Das sagt man, wenn etwas besser ist, als man erwartet hat.
    Also z.B. het weer valt vandaag erg mee = das Wetter ist heute besser als erwartet.

    • Liebe Simone, vielen Dank für deine schönen Wortspenden. Der niederländische Marienkäfer ist ja wirklich ungeheuer süß! Wir haben ja schon einen schwedischen „nyckelpiga“ in der Sammlung … aber mal sehen, vielleicht bekommt der noch ein Brüderchen 😉

  • Eines meiner Lieblingswörter ist SACACORCHOS (spanisch, Korkenzieher):
    In meiner Kellnerzeit hatte ich eine Kollegin, wir lernten beide spanisch und fanden, dass sich viele spanische Wörter so aussprechen ließen, dass sie sich wie Schimpfwörter anhören. Also „beschimpften“ wir uns hinterm Tresen, z.B. „Coge el sacacorchos del cajón!“ Der Koch (polnischer Herkunft) und die spanische Küchenhilfe brachten sich indes in der Küche gegenseitig spanisch und polnisch bei, und da war die Frage nach Schimpfwörtern in der jeweiligen Sprache unausweichlich. Wie weihten die Spanierin ein und trugen ihr auf, dem Koch als schlimmstes spanischen Schimpfwort „sacacorchos“ zu nennen – und ihm zu sagen, dass das Wort so schlimm sei, dass sie es unmöglich übersetzen könne.

    Die Vorstellung, dass der Koch jemanden eines Tages mit „Korkenzieher“ beschimpfen würde, bereitete uns eine diebische Freude.

    Sehr süß finde ich auch das dänische Wort „hyggelig“, weil es im Grunde keine Übersetzung braucht. Es hört sich genauso an wie seine Bedeutung!

  • Haha 🙂 was für eine lustige Geschichte, man sieht förmlich die Küchenmannschaft vor sich, das muss ja eine dolle Truppe gewesen sein. Sacacorchos hört sich aber auch furchterregend an!!! Das wird sofort sowohl in die Wortschatztruhe, als auch in den Beutel mit den bösen Worten gesteckt. ¡Muchas graçias!

  • Ich finde die Aktion #groovywords ganz klasse. Es sind schon so schöne Worte gesammelt worden. Wunderbar!
    Hier kommt nun mein #groovyword
    las gafas de sol
    Spanisch: Sonnenbrille

    Was gaffst du so? Das deutsche Wort gaffen fand ich immer schon toll. Als ich dann auf einer Reise gelernt habe, dass die Sonnenbrille im Spanischen gafas de sol heißt, habe ich mich kaputtgelacht. Es gehört schon lange zu meinen Lieblingsworten. Es ist auch deshalb ein schönes Wort, weil es nach Sommer, Sonnenschein und Reise klingt. Ach, was will man mehr!
    Meike, Journalistin und Reisebloggerin
    http://www.meikemeilen.de

    • Sehr schön und passt wunderbar zu den coolen Grooves, die ja auch immer mit Sonnenbrille auftreten 🙂 Und es kommt sogar in der Lektion 6 der Groovy Basics Spanisch vor „¿Cuánto cuestan las gafas de sol?“ heißt es da, denn es geht um Feilschereien am Strand. Ich hoffe, die Zeit der Sonnenbrillen kommt bald wieder – danke für das fabelhafte Wort, liebe Meike!

  • Sehr gern geschehen. Vielen Dank für Deine schöne Sammelaktion, die so viel Freude bereitet! Liebe Grüße, Meike

  • […] #groovywords online fort und ruft dazu auf, ihr unserer kostbarsten Wortschätzchen zu spenden. Es sind schon ein paar schöne Juwelen im Kästchen gelandet und ich füge gerne noch meine liebste Fremdwortperle […]

  • Ich liebe eure #groovywords! Meins ist „Pillefüße“ … nun wundert ihr euch vielleicht… denkt: “Pillefüße – das ist doch keine fremde Spache?!” Naja, irgendwie nein und trotzdem ja… Wenn man wie ich aus Norddeutschland an den Niederrhein zieht, hat das schon ab und zu fremdspachliche Tendenzen. Ich weiß noch wie heute, daß ich sofort verliebt war, als ich dieses Wort zum ersten Mal gehört habe. Ja, so ist das: ich kann mich sogar in Worte verlieben! Pillefüße… kleine, kurze Füße mit knubbeligen runden Zehen. Meistens Füße, die man sehr gern hat. Ich werde das niemals vergessen (Danke Sabine!). Wir sitzen im Garten und meine liebe Nachbarin sagt zu unserer Kleinsten “Was hast Du für süße kleine Pillefüße!” Bitte, wie? Ich mußte mir das erklären lassen und habe eben gerade nochmal – nur zur Sicherheit – Google bemüht. Das Wort kommt ursprünglich aus’m Pott und bezeichnet in liebevoller Weise kleine Füße…Hier ist es also, mein #groovyword!

    Katrin, freie Journalistin, Bloggerin und das Herz von ’soulsister‘

    Hier findet ihr meinen #goovyword-Post => http://soulsistermeetsfriends.com/2013/12/16/groovywords-pillefuse/

    • Vielen Dank für den netten Artikel und deine Wortspende. Dass man sich in Pillefüße verlieben kann (also sowohl in das Wort, als auch in die Füße selbst) können wir uns gut vorstellen. Wir werden sofort auf die Jagd gehen!!! Nach süßen kleinen Pillefüßen :))

  • Eines meiner fremdsprachigen Lieblingswörter: das englische Tumbleweed.

    Tumbleweed ist das Gestrüpp, das in Western-Filmen von pfeifenden Winden durch die Geisterstädte getrieben wird. Hat jeder vor Augen, und unter Umständen weiß man auch, dass es auf Englisch Tumbleweed heißt. Aber auf Deutsch? Taumelkraut? Eine Wikipedia-Recherche ergab: „Ruthenisches Salzkraut“ ist die korrekte Bezeichnung, eine Unterart der „Steppenläufer“. Allerdings finde ich die englische Bezeichnung wesentlich näher an der Realität, denn wer schon mal ein Tumbleweed in freier Wildbahn beobachtet hat, der weiß: Es läuft nicht – es taumelt!

    Mit Bild: http://ueber-setzung.de/landersitten/uebersetzung_taumelkraut

    • Danke für das hübsche Wort und die Erinnerungen, die dadurch wachgerufen werden! Nie werde ich diesen Tag vergessen, an dem wir mit einem alten Straßenkreuzer durch die Wüste von Arizona fuhren – meilenweit durch Teppiche von „Tumbleweed“! Hört sich filmreif and und war es auch 🙂 Taumelkraut ist eine sehr schöne Transkription!

  • Wir Schweizer haben ja einen eigenen Dialekt. In jedem Kanton, jeder Region, ja beinahe in jedem Ort wird wieder ein bisschen anders gesprochen. Für mich klingt „Bettmümpfeli“ so süss. Ein Bettmümpfeli ist eine kleine, süsse Nascherei, die man vor dem Zubettgehen isst. Als Kinder bekamen wir zur Adventszeit noch nicht die schönen, prall gefüllten Adventskalender, sondern jene, hinter jeden Türchens ein kleines Schokoladetäfelchen versteckt war. Und so kamen wir ausnahmsweise vor Weihnachten jeden Abend in den Genuss eines Bettmümpfelis.
    Noch eine schöne Weihnachtszeit
    Milena

    • Wie hübsch, ein Betthupferl auf Schwyzerdütsch 🙂 Und davon haben wir ja jetzt um die Weihnachtszeit reichlich 🙂 Merci villmal!

  • […] Brandecker sammelt auf Ihrem Blog “The Grooves” fremdsprachige Lieblingswörter. Von “the bumblebee” (engl. Hummel) bis “tsuki no […]

  • […] Brandecker von The Grooves erzählte mir heute von der Aktion #groovywords und dass sie nach meinem 20 Dinge-Artikel dachte, das sei doch was für mich. Richtig! Da muss ich […]

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