19. Dezember – Hausa

Kaffeeklatsch auf afrikanische Art

Chin Chin Kekse sind in ganz Westafrika beliebt und es gibt kaum eine Feier, bei der sie nicht angeboten werden. Auch in Nigeria gehören die leckeren Süßigkeiten zu Hausa-Kultur und werden den Gästen, nicht wie bei uns üblich mit Kaffee oder Tee angeboten, sondern mit Softdrinks.

Foto egunsifoods.com @Linda Xiao
Foto egunsifoods.com @Linda Xiao

Das besondere an den Chin Chin ist ihre Machart: Da die meisten Menschen in Nigeria keinen Backofen besitzen, werden die würzigen Plätzchen in der Pfanne gebacken!

Meistens ist die Konsistenz dann richtig schön knackig, es gibt sie aber auch in weicheren und hellen oder dunklen Varianten. Der Trick ist hier die Zugabe von Backpulver. Margarine kann mit Butter ersetzt werden. Nigerianer verwenden gerne „Peak-Milk“, ein extrem beliebtes Kondensmilchprodukt eines niederländischen Konzerns. Vielleicht bekommt ihr es in einem afrikanischen Supermarkt, es gehen aber auch andere Sorten.

Hier die Zutaten, die wie in Amerika mit Tassen abgemessen werden:

peak-evaporated-milk-500x5002 Tassen Mehl
½ TL Backpulver (optional)
4 Prisen Salz
¼ TL Muskatnuss (optional)
¼ Tasse Margarine oder Butter
¼ Tasse Zucker
¼ Tasse Kondensmilch
1 großes Ei
6 Tassen Öl

 

In einer Schüssel Mehl, Backpulver, Salz und Muskatnuss mischen. Mit Margarine oder Butter verkneten bis die Konsistenz etwas bröckelig wird. In einer anderen Schüssel Zucker und Kondensmilch verrühren und beiseite stellen damit sich der Zucker auflösen kann.

Nun eine Mulde in die Mehl-Butter-Mischung machen und das Ei und die Kondensmilch-Mischung hineingeben, gut vermengen und zu einer Kugel formen. Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche den Teig für ca. 2 Minuten kneten, bis er schön geschmeidig ist.

Den Teig ca. 1 cm dick ausrollen und mithilfe eines Pizzaschneiders in Quadrate oder Rauten mit ca. 1,5 cm Kantenlänge schneiden. Mit etwas Mehl bestäuben und zur Seite stellen.

In einem mittelgroßen Topf oder einer hohen Pfanne das Öl auf ca. 200°C erhitzen. Nun die Teigstücke vorsichtig in das heiße Öl geben und in 1 bis 2 Minuten unter Rühren goldbraun ausbacken. Mit einem Schaumlöffel herausfischen und die Kekse auf Pergamentpapier oder Küchentuch abtropfen und gut abkühlen lassen. Danach können die Chin-Chin in einem luftdichten Behälter aufbewahrt werden.

In Nigeria isst man die Chin Chin einfach so pur. Wenn es etwas festlicher sein soll, kann man auch aus dem Teig längliche Streifen formen, diese leicht verdrehen und nach dem Ausbacken in Schokoladensauce tunken. Ga shi. A ci lafiya! (Guten Appetit!)


Das Rezept für die Chin Chin Kekse, hat uns netterweise Yemisi zur Verfügung gestellt. Die Nigerianerin kam mit 15 Jahren nach Amerika und ist sowohl mit der Hausa- als auch mit der Yoruba-Kultur vertraut. Ihre Vision ist es, authentische afrikanische Küche zu kochen und diese so zu präsentieren, dass auch westliche Gaumen angesprochen werden. Mit ihrem Unternehmen Egunsifoods möchte sie ihren Gästen in New York afrikanische Esskultur näherbringen und deren Aromen schmackhaft machen. Auf der Facebook-Seite und dem Instagram-Account könnt ihr schon mal schwelgen. Die neue Website soll im Januar starten, dann gibt’s dort jede Woche ein neues Rezept!

Thank you very much to Yemisi and team.
www.egunsifoods.com (coming soon 2016)

https://www.instagram.com/p/yVFQnBjeZi/?taken-by=egunsifoods


Über Hausa

Hausa, auch Abakwariga, Habe, Haoussa, Hausawa, Kado oder Mgbakpa genannt, ist die am meisten gesprochene Handelssprache in West-Zentral-Afrika. Mit einer Sprecherzahl von ungefähr 30 bis 50 Millionen Menschen ist es die größte der westlichen tschadischen Sprachen.

In Nigeria und Niger wird Hausa in den Grundschulen neben den Amtssprachen unterrichtet. (Englisch in Nigeria und Französisch in Niger). Ein spezielles Hausa-Radioprogramm strahlen z. B. folgende Sender aus: BBC HausaDeutsche Welle, und The Voice of America (VOA) Hausa.

Wir freuen uns sehr, dass Umaru Aliyu, der Moderator des Hausa Programms der Deutschen Welle für die welcomegrooves die Übersetzung übernommen hat. Vielen Dank!


Leckersnuten_groovywords

Gewinnspiel: Heute könnt ihr wieder ein Set mit groovigen Weihnachtspostkarten gewinnen: 15 x das Motiv „Lekkersnuten“ aus unserer #groovywords-Aktion. Durch einen Kommentar hier unter dem Beitrag nehmt ihr an der Verlosung teil – Viel Glück! 


Über welcomegrooves: Im Sommer 2015 entstanden in einer ehrenamtlichen Gemeinschaftsproduktion 6 Lektionen „Deutsch lernen mit Musik“ für Flüchtlinge. Mit diesen welcomegrooves wollen wir die Menschen, die zu uns kommen, freundlich willkommen heißen und ihnen helfen, sich mit der deutschen Sprache vertraut zu machen. Bitte unterstützt sie dabei. 😀 Danke!

Für die Hausa Übersetzung der welcomegrooves-Lektionen bedanken wir uns bei Umaru Aliyu.

Wir freuen uns über eure Kommentare!
Eva Brandecker + das welcomegrooves-Team


Teilnahmebedingungen:
An der Verlosung darf jeder teilnehmen, der das 18. Lebensjahr vollendet hat.
Die Teilnahme erfolgt durch einen Kommentar unter dem jeweiligen Beitrag.
Wir behalten uns vor Spam-Kommentare und Kommentare mit unangemessenen Inhalten zu löschen. Die Beurteilung obliegt dem Seitenbetreiber.
Die Adventskalender-Aktion beginnt am 01.12.2015 und endet am 24.12.2015 um 10 Uhr.
Die Gewinne sind nicht übertragbar und nicht in bar auszahlbar.
Die Gewinner werden vom Brandecker Media Verlag per Los, also nach dem Zufallsprinzip ermittelt.
Die Gewinne werden den Gewinnern nach Abschluss der Aktion per Post zugesandt oder bei einem Downloadgewinn per E-Mail übermittelt.
Wir freuen uns über Mehrfachteilnahme am selben Tag und über das Teilen des Gewinnspiels, dies hat aber keinen Einfluss auf die Gewinnchance. Es ist auch nicht Voraussetzung für die Teilnahme an der Verlosung.
Mit der Teilnahme an der Aktion erklären Sie sich mit den o.g. Bedingungen einverstanden.

Kommentare 1

  • Klingt so, als müsste ich dieses Rezept auf jeden Fall einmal ausprobieren. Wobei ich bei „Chin Chin“ als erstes an Spanien denken musste. Dort heißt das „Prost“. Und auch die festlichere Variante der Chin Chin erinnert mich an Spanien, nämlich an die Churros, die dort auch sehr gerne in heiße Schokolade getaucht vernascht werden. Ganz so weit voneinander entfernt sind Europa und Afrika denn wohl doch nicht.

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