5. Dezember – Russisch

Plätzchen backen – ran ans Blech!
Das Essen von Schriftzeichen soll ja laut Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens ein alter magischer Brauch sein. Aber auch zum Erlernen des Alphabetes sind die leckeren Zeichen beliebt.

Ich erinnere mich z.B. sehr gut an stundenlanges Herumspielen mit solchen Lettern, sei es mit den herumschwimmenden Miniaturen in der Buchstabensuppe, sei es mit Mamas berühmtem Spritzgebäck oder (ganz hervorragend geeignet) mit Russisch Brot. Die knusprigen glänzenden Teile ließen sich auch prima umfunktionieren – man konnte neue Buchstaben daraus basteln oder Tiere und ganze Szenarien gestalten.

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Foto: Rainer Zenz in the German Wikipedia

Warum es Russisch Brot hieß (unbedingt ohne „es“) blieb ein Geheimnis, Wikipedia war noch nicht erfunden.

Heute sagt Wiki: >>Das Rezept für Russisch Brot soll ursprünglich aus St. Petersburg stammen und 1844 hat angeblich der Dresdner Bäckergeselle Ferdinand Wilhelm Hanke die Rezeptur von der Walz aus der Zarenstadt in die sächsische Heimat mitgebracht. Die „Bukwi“ waren damals in St. Petersburg sehr beliebt. Hanke hatte sie auf Petersburgs Prachtmeile, dem Newski Prospekt, backen gelernt und eröffnete gleich nach seiner Rückkehr in Dresden eine „Deutsche & Russische Bäckerei“. <<

Warum es aber nur lateinische Buchstaben gibt und keine kyrillischen, ist weiterhin unklar. In Österreich soll dieses süße ABC übrigens „Patiencen“ heißen und die Geschichte vom Petersburger Ferdinand ist auch nicht so GANZ  hieb- und backfest, na ja, aber sie ist doch sehr schön, oder?

Das Rezept ist ziemlich simpel und vielleicht möchte sich ja jemand an hübschen kyrillischen Lettern versuchen?

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Gleichzeit kann dabei dann noch etwas Russisch geübt werden, denn wer hier unten kommentiert und vielleicht Erhellendes beizutragen hat, hat die Chance, den Audiokurs „Russisch lernen – Groovy Basics“ in der Downloadversion zu gewinnen.

Am 24. Dezember starten wir die Verlosung und ihr bekommt noch am selben Tag einen Downloadlink per Mail. Viel Erfolg!


Im Sommer 2015 entstanden in einer ehrenamtlichen Gemeinschaftsproduktion 6 Lektionen „Deutsch lernen mit Musik“ für Flüchtlinge. Mit diesen welcomegrooves wollen wir die Menschen, die zu uns kommen, freundlich willkommen heißen und ihnen helfen, sich mit der deutschen Sprache vertraut zu machen. Bitte unterstützt sie dabei. 😀 Danke!
Zur russischen Übersetzung der welcomegrooves-Lektionen >>
Danke an Tatiana Glazina und Olga Dmitrieva für die Übersetzung der Lektionen und der Kulturtipps!

Wir freuen uns über eure Kommentare!
Eva Brandecker + das Welcomegrooves-Team


Teilnahmebedingungen:
An der Verlosung darf jeder teilnehmen, der das 18. Lebensjahr vollendet hat.
Die Teilnahme erfolgt durch einen Kommentar unter dem jeweiligen Beitrag.
Wir behalten uns vor Spam-Kommentare und Kommentare mit unangemessenen Inhalten zu löschen. Die Beurteilung obliegt dem Seitenbetreiber.
Die Adventskalender-Aktion beginnt am 01.12.2015 und endet am 24.12.2015 um 10 Uhr.
Die Gewinne sind nicht übertragbar und nicht in bar auszahlbar.
Die Gewinner werden vom Brandecker Media Verlag per Los, also nach dem Zufallsprinzip ermittelt.
Die Gewinne werden den Gewinnern nach Abschluss der Aktion per Post zugesandt oder bei einem Downloadgewinn per E-Mail übermittelt.
Wir freuen uns über Mehrfachteilnahme am selben Tag und über das Teilen des Gewinnspiels, dies hat aber keinen Einfluss auf die Gewinnchance. Es ist auch nicht Voraussetzung für die Teilnahme an der Verlosung.
Mit der Teilnahme an der Aktion erklären Sie sich mit den o.g. Bedingungen einverstanden.

Kommentare 3

  • Hach, Russisch wollte ich schon immer mal lernen, es ist aber bei der Absicht geblieben. Da käme mir der Audiokurs sehr gelegen. Und das Rezept wird ausprobiert, da meine Tochter das Russisch Brot sehr liebt.

  • Ich habe meinen älteren Bruder immer beneidet, dass er in der Schule Russisch lernen konnte und ich nicht. Aber bis ich so alt war, dass ich aufs Gymnasium kam, waren wir in eine andere Stadt umgezogen, wo es eben nur Französisch und Latein zur Auswahl gab, wie langweilig. Der Nebeneffekt seiner Russischkenntnisse war, dass alle gedacht haben, wir kämen „von drüben“ aus der DDR.

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