Schaltjahr. Darf’s ein bisschen mehr sein?

Gehüpft, gesprungen und geschaltet

Herrlich. Heute ist Schalttag und wir bekommen alle einen Tag geschenkt. Na ja, quasi. Es gibt so Dinge, da vermengen sich Volksweisheiten mit ein wenig amateurhafter Rechnerei und Phantasie. Kennt ihr das, wenn man in einer Sommernacht mit Grashalm im Mundwinkel seiner Flamme fachmännisch die Sternbilder erklärt? Oder zum x-ten Male versucht auszurechnen, ob man älter oder jünger wird, wenn man mit dem Flugzeug die Erde umrundet? So auch mit den Schaltjahren – das passiert dann eben alle Jubeljahre mal …

Was sagen die Nachbarn ?

Die Deutschen schalten, die Engländer und Amerikaner hüpfen und die Niederländer machen einen großen Sprung. Während man sich in Frankreich, Italien und Spanien streng an den wissenschaftlichen Begriff andockt: annus bissextus, logisch eigentlich. Die Polen lassen einfach etwas aus oder überspringen und wenn man den Begriff etymologisch untersucht, ergeben sich interessante Aspekte. Wörtlich heißt nämlich „przestąpić próg“: „über eine Schwelle treten“, aber  „przestępić“ hieß früher auch „etwas auslassen“ (z. B. Regeln), „gegen das Recht verletzen“, daher auch das Wort „przestępstwo“ (Verbrechen) im Polnischen.

schaltjahr

Jede Nation geht eben sprachlich anders damit um, wenn es gilt, ein viertel Tag Überhang pro Jahr elegant in einem einzigen Tag zu verschmelzen. Und ganz so einfach ist es sowieso nicht, denn jeder Kalender macht seine eigene komplizierte Rechnung auf.

Solarkalender, Lunarkalender und Astronomische Kalender

Unter die Sonnenkalender fällt der Gregorianische Kalender, an dem wir uns hier orientieren. Auch der Julianische und der Orthodoxe Kalender sind solar orientiert und es gab sogar einen Französischen Revolutionskalender aber der hielt sich nur 13 Jahre lang. Schade eigentlich, denn man dachte sich damals sehr poetische Namen für die einzelnen Monate aus, wie z.B. Frimaire (gefrierender Nebel), Thermidor (warm) oder Floréal (Blume) – hübsch, nicht wahr?

Rein nach dem Lauf des Mondes richten sich der Islamische, der Jüdische und der Chinesische Kalender. Diese Lunarkalender sind viel älter als die Sonnenkalender, denn die ersten Forscher konnten sich schon ganz früh an den zuverlässig stattfindenden Mondphasen orientieren und ihre Berechnungen anstellen.

Der Altägyptische Kalender und der Maya-Kalender zählen zu den Astronomischen Kalendern, besonders der Kalender der Maya scheint höchst (!) kompliziert, er beruhte auf einer Einteilung in zwanziger Schritten. Bemerkenswert, was die Menschen damals schon so drauf hatten!

Alles wunderbar nachzulesen und zu rechnen auf Wikipedia oder weiterführenden Seiten. Wer es etwas einfacher mag, sei auf die Sendung mit der Maus verwiesen. Viel Spaß und allen Geburtstagskindern heute einen wunderschönen Tag auf Bahnsteig 9 ¾ oder wo auch immer ;))

Ein Geschenk für euch!

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Viel Glück! Euer Brandecker Media Verlag
Eva Brandecker

 

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